Apotheker Christian Hangen      0800 / 10 15 440 (kostenlos)       Kontakt     

Chronik

Schloss-Apotheke in der Forstgasse

Am 21.Juni 1948 eröffnete Herr Heinrich Schröder in der Forstgasse 5 die dritte Apotheke in Eschwege und verpachtete sie zum 1. Januar 1949 an Hermann Eisenberg.

In Renda geboren, in Oetmannshausen und Eschwege aufgewachsen, war er vielen Eschwegern bekannt, zumal er bis 1939 bereits die Adler-Apotheke geleitet hatte. Unter Hermann Eisenberg entwickelte sich die Schloss-Apotheke sehr gut und behauptete sich bald als dritte Apotheke in der Stadt.

Im Mai 1957 wurde Hermann Eisenberg Eigentümer der Schloss-Apotheke. Er baute um und erweiterte das Labor, denn damals wurden sehr viele Arzneimittel noch in den Apotheken hergestellt. Hermann Eisenberg lag die Ausbildung von Apothekern/-innen und Apothekenhelferinnen besonders am Herzen. Nach Dienstschluss wurde von ihm zweimal wöchentlich theoretischer Unterricht für die Auszubildenden erteilt, nicht immer zu deren Freude.

Labor zwischen 1949 und 1973

An ein Eschweger Original soll an dieser Stelle erinnert werden. Von 1949 bis 1971 war der „Chef von Hinten", Schorsche Schmauch, als Hausmeister und Faktotum für den „Chef von Vorne", ein unentbehrlicher Helfer. Ebenso erwähnt sei „Mutter" Liselotte Bein, die als Apothekerin von 1960 bis 1972 fürsorglich und freundlich Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen betreute. Immer öfter musste sie den gesundheitlich angeschlagenen Chef vertreten.

Zur weiteren Unterstützung kam sein Neffe Gottfried Eisenberg hinzu, der die Apotheke ab 1967 für fünf Jahre pachtete und ihre erfolgreiche Entwicklung zuverlässig fortführte. Er verstarb im Alter von 34 Jahren. Am 27.01.1971 übernahm Ludwig Eisenberg die Apotheke seines Vaters. Hermann Eisenberg konnte sich nicht lange seines wohlverdienten Ruhestandes erfreuen. Er starb im April 1973. Mit der Schloss-Apotheke ging es weiter voran. Die Datenfernübertragung per Lochkarte für die Bestellung von Arzneimitteln beim Großhandel wurde eingeführt. Bald darauf verlangte der Aufschwung des Unternehmens nach Erweiterung. Nachdem Ludwig Eisenberg 1974 Eigentümer wurde, konnte er Ende 1975 das ehemalige Gebäude der Deutschen Bank am Schlossplatz erwerben. Im Juni 1976 erfolgte der Umzug. So entstand am Schlossplatz eine Apotheke nach modernsten Gesichtspunkten, deren Warenbewirtschaftung über EDV lief. 1988 kam das Nachbargrundstück Forstgasse 1 hinzu, um weiteren Raum zu schaffen. Durch die Gesundheitsreform waren auch in der Apotheke Umstrukturierungen notwendig. Ein Einbau der Offizin Ende 1994 mit einer größeren Sicht- und Freiwahl sowie die Einrichtung eines separaten Beratungsraumes gaben der Schloss-Apotheke ein neues ansprechendes Gesicht.

Die EDV wurde um Datenkassen erweitert, da jedes Rezept maschinenlesbar gedruckt sein muss, um über ein Rechenzentrum mit den verschiedenen Krankenkassen abgerechnet werden zu können. Der Zugriff zur Apothekendatenbank, die Auskunft über internationale Medikamente, die Bestellung von Arzneimitteln, Fragen der Verträglichkeit, die Zusammensetzung von Medikamenten und vieles mehr sind selbstverständliche Kriterien der modernen EDV in einer heutigen Apotheke.

Freundlichkeit und fachmännische Beratung, hohe Lieferbereitschaft, zuverlässige Bestellung nicht vorrätiger Medikamente mit Zustellservice und eine sorgfältige Herstellung von Rezepturarbeiten gehören zu den wichtigsten Aufgaben der Apotheke.

Miriam & Ludwig Eisenberg 2005

Nach 34 Jahren übergab Ludwig Eisenberg zum 01.02.2005 die Schloss-Apotheke an seine Tochter Miriam.
Um auch den wirtschaftlichen Anforderungen gewappnet zu sein, schloss sie dem Pharmaziestudium einen zweijährigen Aufbaustudiengang zur „Betriebswirtin für die Pharmazie“ an. Im Sommer 2008 wurde das komplette Warenlager der Apotheke automatisiert. „Mithilfe modernster Technik gelingt es uns, der ausufernden Bürokratie im Gesundheitswesen wenig Raum zu geben. So bleibt uns mehr Zeit für das, was wirklich wichtig ist: Die Beratung und Betreuung unserer Kunden.“

Im Sommer 2015 verstarb Ludwig Eisenberg nach schwerer Krankheit in der Gewissheit, dass das Familienunternehmen auch in dritter Generation erfolgreich weitergeführt wird.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen